UniStem Day 2017 Münster

 

Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin

Beim UniStem Day 2017 in Münster werden Schülerinnen und Schüler am Vormittag in einem Vortrag die unterschiedlichen Stammzellen genau erläutert bekommen, wie weit die Stammzellforschung ist und wie induzierte pluripotente Stammzellen die Medikamentenforschung vorantreiben werden.

Am Nachmittag werfen die Schülerinnen und Schüler einen Blick in die Forschungsräume des Instituts und befassen sich mit ethischen Fragen rund um die Stammzellforschung. Im ‚Museum der Ethikfragen’ werden die Schülerinnen und Schüler gefragt, sich zu zehn Ethikfragen zu positionieren.

Programm:

Begrüßung
Vortrag "Stammzellen: was sie können und was wir dürfen"
Vortrag "Stammzellforschung 2.0: was bringt die Zukunft?"
Laborführung
Stammzellquiz
Schlussrunde


Embryonale Stammzellen gelten als wahre Alleskönner, denn sie  können alle Zelltypen des Körpers entstehen lassen. Dieses Potenzial macht sie zu den großen Hoffnungsträgern, nicht nur in der Wissenschaft, sondern vor allem in der Medizin zur Therapie zahlreicher Krankheiten wie beispielsweise Parkinson, Herzinfarkt oder Diabetes. Doch für die Gewinnung humaner embryonaler Stammzellen müssen zur Zeit noch Embryonen „verbraucht“ werden. Dieser Verbrauch ist mit schwerwiegenden ethischen Bedenken belastet. Zwar kann man Stammzellen aus Knochenmark oder Nabelschnurblut gewinnen, doch sind diese Zellen nicht die wahren „Alleskönner“, sondern sie haben schon eine Richtung eingeschlagen und sind somit in ihrem Entwicklungspotenzial stark eingeschränkt. Seit Jahren wird mit Hochdruck nach einer Methode gesucht, mit der sich pluripotente „Alleskönner“ Stammzellen herstellen lassen, ohne dass dafür Embryonen angetastet werden müssen. Und tatsächlich ist es gelungen normale Körperzellen, wie beispielsweise Hautzellen, zurück in pluripotente „Alleskönner“ Stammzellen (induzierten pluripotenten Stammzellen; kurz iPS-Zellen) zu verwandeln. Diese Zellen eröffnen der Wissenschaft und besonders der Medizin bisher nicht vorhandene Möglichkeiten, da nun Patienten-spezifische Zellen in der Zellkulturschale hergestellt werden können. Diese Methode gilt als Meilenstein in der Medizin und Biologie und wurde 2012 mit dem Nobelpreis geehrt.


 

Kontakt:

Dr. Jeanine Müller-Keuker
PR-Referentin
Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin
Röntgenstraße 20
48149 Münster

Tel.: 0251 70365-325
E-Mail: presse@mpi-muenster.mpg.de

 
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