Wissenschaftliche Fachgruppen  Hämatopoese

Grundlagen der Hämatopoese, deren Translation und Anwendung


Initiatoren: 
Claudia Waskow (Dresden) und Timm Schroeder (Basel)

Hämatopoetischen Stammzellen (HSCs) stellen die kontinuierliche Regeneration von reifen Blutzelltypen im Körper durch die Erzeugung von Tochterzellen sicher. Diese haben nach der Teilung entweder das gleiche oder ein reduziertes Entwicklungspotential. HSC ist der einzige Stammzelltyp, der heute schon regelmäßig in der Klinik eingesetzt wird, um erkranktes Blutgewebe zu ersetzen, einschließlich zell- und gentherapeutischer Ansätze. Knochenmarks-Transplantation von gesunden Individuen in Patienten ist nach wie vor der einzige Behandlungsansatz für eine Vielzahl von hämatologischen Erkrankungen, wie primäre Immundefekte, aber auch erworbenes Ausfälle des Blutsystems wie beispielsweise bestimmte Leukämien und Anämien. Allerdings ist die geringe Anzahl von Spenderzellen oft eine unüberwindliche Hürde für eine erfolgreiche Knochenmarktransplantation. Aus diesen Gründen werden HSCs intensiv beforscht, da ein besseres Verständnis für ihre Biologie und Funktion erforderlich ist, um Therapien zu verbessern - und neue, weniger invasive, Therapien zu entwickeln. Das Erforschen von Mechanismen, die die Zellentwicklung beeinflussen während der Hämatopoese bestimmen, ist ein erster Schritt zur erfolgreichen, kontrollierten Vermehrung von HSCs. Die verbesserte Generation von spezifischen reifen Zelltypen stellt eine wichtige Technologie dar, die von großem Nutzen für die klinische HSC-Transplantation sein kann. 

Ziel dieser Fachgruppe ist es, Forscher und Kliniker zusammenzubringen, die ihr Interesse an der Aufklärung von Mechanismen der HSC-Funktion und der Blutbildung teilen und in neue therapeutische Ansätze zur Behandlung von hämatologischen Erkrankungen umsetzen. Zu diesem Zweck konzentriert sich die Fachgruppe für ‘Grundlagen der Hämatopoese, deren Translation und Anwendung’ auf die folgenden Fragen:

  • Wie wird Selbsterneuerung von Stammzellen reguliert?
  • Welche Signale determinieren die Entscheidungen in verschiedenen Linien zu differenzieren?
  • Wie wird die symmetrische gegenüber der asymmetrischen Zellteilung kontrolliert?
  • Welche Regelkreise und welche genetische und epigenetische Regulatoren kontrollieren diese Entscheidungsprozesse?
  • Welche Kontrollmechanismen sind zelleigen und welche wirken von Außen auf die Zelle ein?
  • Was führt zu einer veränderten ‚anomale’ Blutbildung?
    (Diese Frage ist von herausragender Bedeutung und soll auch gemeinsam mit den Mitgliedern der Fachgruppe ‘Stammzellen in Krankheiten‘ bearbeitet werden)

Die GSCN Fachgruppe ‘Grundlagen der Hämatopoese und deren Translation und Anwendung‘ wurde auf der zweiten Jahreskonferenz des GSCN im November 2014 in Heidelberg gegründet. Sie dient als Forum, um technische und inhaltliche Fortschritte in diesem Bereich, von der Grundlagenforschung bis hin zur klinischen Anwendung zusammenzufassen. Die Fachgruppe fordert Wissenschaftler und Kliniker zur Beteiligung auf, um den Aufbau eines effektiven Netzwerks zu unterstützen.

Wir planen, eine Datenbank für interessierte Wissenschaftler aufzubauen, die als Kontaktplattform für Mitarbeiter, Medien und Fördereinrichtungen dient, Workshops und Satellitentreffen zu spezifischen Themen anzubieten und öffentliche Informationsveranstaltungen zu organisieren. Bitte kontaktieren Sie die Geschäftsstelle und/oder die Initiatoren, wenn Sie mitarbeiten möchten. Wir sind dankbar für Ihre Initiativen und Anregungen.

 
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